Erläuterung
Mit diesem Symbol haben wir besonders wertvolle Tipps für die Praxis für Sie hervorgehoben.
Ernährung und Trinken
Halten Sie sich fit durch ein gezieltes Ernährungstraining. Hier erfahren Sie was es zu beachten gilt:
Die optimale Ausdauersporternährung
Praktische Ernährungstipps rund um den Wettkampf
Bewag Ernährungsratgeber Energie fürs Laufen
Darauf kommt es an - die optimale Ausdauersporternährung
Damit wir leistungsfähig sind und unsere sportlichen Ziele umsetzen
können, kommt es nicht nur auf das Training an. Unsere Nahrungs- und
Trinkgewohnheiten spielt eine ebenso wichtige Rolle. Dabei geht es
nicht um Pillen und Geheimrezepte – eine ausgewogene Gesamternährung
ist beste Basis für unsere sportliche Leistungsfähigkeit.
Wie viel Energie benötigen wir eigentlich?
Viele Freizeitsportler meinen, sie müssten bei geringster sportlicher
Betätigung einen enormen Mehrbedarf mit zusätzlicher Nahrungszufuhr
decken. Weit gefehlt – die Energie, die der Durchschnittsbürger täglich
über seine Nahrung aufnimmt, reicht aus, um den Bedarf eines
Hochleistungssportlers zu decken.
Berechnen Sie mit dem Energiebedarfsrechner Ihren täglichen Bedarf als wichtige Orientierungshilfe.
Die drei wichtigsten Energielieferanten
Kohlenhydrate, Fett und Eiweiß sind die wichtigsten Energie liefernden Nährstoffe. Entscheidend ist jedoch nicht allein die Menge sondern der prozentuale Anteil an der Gesamtenergieaufnahme.

Kohlenhydrate – Nudeln & Co liefern geballte Energie
Kohlenhydrate unterscheiden sich durch einen unterschiedlichen
glykämischen Index. Dieser beschreibt das Tempo, mit dem der
Blutzuckerspiegel nach dem Essen ansteigt – und das ist für Training
und Wettkampf entscheidend. Denn mit dem Anstieg des Blutzuckerspiegels
verhält es sich wie mit unserer Power. Steigt der Blutzuckerspiegel in
rasantem Tempo an, fällt er auch umso schneller wieder ab – ebenso wie
unsere Power, die dann nur für kurze Zeit, wie einem Sprint, anhält.
Verläuft der Anstieg dagegen langsam, ist auch der Abfall moderat, wie
bei einem ruhigen Dauerlauf.
Übersicht von Nahrungsmitteln mit einem hohen, mittleren und niedrigen GI.
Fette – Energielieferant mit Nebenwirkungen
Mit Fett sollten Sie grundsätzlich sparsam umgehen. Ein zuviel an
Fett begünstigt die Gewichtszunahme sowie einen erhöhten
Cholesterinspiegel. Zugleich gilt, Fett ist nicht gleicht Fett – auf
die Art kommt es an. Der gesundheitliche Wert eines Fettes wird durch
die enthaltenden Fettsäuren bestimmt, der Kaloriengehalt ist davon
allerdings nicht abhängig.
Günstige und ungünstige Fette und wo sie enthalten sind
Zu den ungünstigen Fettsäuren zählen die gesättigten Fettsäuren, wie
sie in Fleisch, Wurst, Käse, Butter und Sahne enthalten sind. Günstig
wirken sich dagegen einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren auf den
Cholesterinspiegel aus. Einfach ungesättigte Fettsäuren sind in Oliven-,
Raps- und Erdnussöl enthalten. Lebensnotwendige mehrfach ungesättigte
Fettsäuren sind in Sonnenblumen-, Weizenkeim-, Leinen- und Distelöl
enthalten. Auch fette Seefische wie Hering, Makrele und Lachs sind
wichtige Lieferanten und sollten regelmäßig auf Ihrem Speiseplan stehen.
Liste mit fettreichen und -armen Lebensmitteln
Eiweiß – wichtiger Baustein für unseren Körper
Eiweiß ist als Baustoff an einer Vielzahl von Prozessen im Körper
beteiligt und unterliegt einem ständigen Auf- und Abbau. Während des
Trainings läuft der Stoffwechsel auf Hochtouren, verschiedene Systeme
werden stärker beansprucht und müssen nach dem Training wieder
regeneriert werden. Daraus resultiert ein leicht erhöhter Eiweißbedarf
bei Sportlern, welcher jedoch problemlos mit der geeigneten
Nahrungszufuhr gedeckt werden kann.
Tierisches Eiweiß ist meist hochwertiger als pflanzliches Eiweiß,
steckt allerdings meist in tierischen Lebensmitteln mit den ungünstigen
gesättigten Fettsäuren. Es kommt also auch hier auf die bewusste
Auswahl an.
Vitamine – Fit mit „5 am Tag“
Vitamine liefern uns zwar keine Energie, dennoch benötigen wir diese
Stoffe für zahlreiche Prozesse, die täglich in unserem Körper ablaufen.
Sie spielen sowohl für unser Immunsystem als auch den
Energiestoffwechsel und die Hormon- und Zellneubildung eine wichtige
Rolle. Wenn Sie regelmäßig trainieren beanspruchen Sie Ihr Immunsystem
und den Energiestoffwechsel in besonderem Maße, so dass eine
vitaminreiche Lebensmittelauswahl eine wichtige Basis Ihrer
Sporternährung darstellt. Zugleich dient ein hoher Obst- und
Gemüsekonsum auch der Prävention von Krebs und
Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Unsere Empfehlung: Halten Sie sich an die Kampagne „5 am Tag“ der
deutschen Krebsgesellschaft. Dabei gilt nur eine einfache Regel: Essen
Sie Sie jeden Tag mindestens zwei Portionen Obst und drei Portionen
Gemüse! Ob roh oder gegart, als Saft oder Salat, frisch vom Markt oder
aus dem Tiefkühlfach – an Obst und Gemüse ist erlaubt, was schmeckt.
Beschränkungen oder Essverbote gibt es keine.
Mineralstoffe – kleine Mengen große Bedeutung
Mineralstoffe sind nicht-organische Nährstoffe, die äußerst wichtig für
den Körper sind. Der Organismus kann sie nicht selbst herstellen, sie
müssen daher über die Nahrung zugeführt werden. Ebenso wie Vitamine
sind sie keine Energieträger aber an einer Vielzahl Prozessen im Körper
beteiligt. Sie haben Bedeutung für die Enzymregulation,
Transportvorgänge, nervale Reizleitungen, Muskelkontraktionen und als
Baustoff für den Aufbau des Körper.
Lesen Sie welche Mineralstoffe in welchen Lebensmitteln stecken und wofür wir sie benötigen.
Trinken Sie, bevor der Durst kommt
Unser Körper besteht zu ca. 60% aus Wasser. Ohne Nahrung können wir
einige Wochen überleben, ohne Wasser jedoch nur wenige Tage. Beim Sport
kommen wir ganz schön ins Schwitzen! ...und das ist auch gut so, denn
über den Schweiß regulieren wir unseren Wärmehaushalt und bewahren uns
so vor dem Hitzekollaps. Daher ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr
entscheidend. Wichtig ist vor allem, den Wasserverlust schon während
der Belastung auszugleichen und natürlich auch im Alltag auf eine
ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten.
Als Faustregel gilt, mindestens 2,5 Liter Flüssigkeit pro Tag zu
trinken. Für jede Stunde Training werden 0,5 – 1 Liter zusätzlich
benötigt.
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Überprüfen Sie Ihren Flüssigkeitsverlust im Training, in dem Sie sich
vor und nach dem Training auf die Waage stellen. Der Gewichtsverlust,
den Sie beim Wiegen nach dem Sport feststellen, entspricht der
erforderlichen Trinkmenge.
Flüssigkeitsdefizit und seine Folgen
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Wassermangel |

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Trinktipps für die Praxis
- Nehmen Sie täglich mindestens 2 – 2,5 Liter Flüssigkeit auf – an Trainingstagen entsprechend mehr.
- Trinken Sie möglichst regelmäßig kleine Mengen über den Tag verteilt statt einen Liter auf einmal.
- Trinken Sie vor uns während des Trainings ungefähr alle 15-20 min ca. 150-200 ml Flüssigkeit. Warten Sie nie bis der Durst kommt – unser Durstgefühl kommt meist zu spät!
Ihre Ernähung rund um den Wettkampf
Grundsätzlich sollten Sie in den letzten Wochen vor dem Wettkampf keine Experimente
mehr starten – insbesondere nicht in der letzten Woche vor dem Lauf.
Probieren Sie alles in der Trainingsphase und vor Testläufen aus.
In der dritten und zweiten Woche sind noch keine speziellen
Ernährungshinweise zu beachten. Hier kommt es wie immer auf eine
ausgewogene Gesamternährung und eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr
an.
Mit Carboloading füllen Sie Ihre Kohlenhydratspeicher maximal auf
Carboloading bedeutet die maximale Auffüllung der Kohlenhydratspeicher
nach erschöpfendem Training mit dem Ziel einer so genannten
Superkompensation: Die Speicher sollen über das Maß hinaus gefüllt
werden.
Sinnvoll ist Carboloading erst ab der Halbmarathondistanz. Bei kürzeren
Wettkämpfen ist keine spezielle Aufladung der Kohlenhydratspeicher
notwendig.
Als besonders praktikabel hat sich die Auffüllung der
Kohlenhydratspeicher über eine kontinuierliche Steigerung der Zufuhr
erwiesen. Beginnen sollten Sie eine Woche vor dem Wettkampf mit einem
mindestens 90minütigen Lauf. Danach steigern Sie von Tag zu Tag die
Zufuhr der Kohlenhydrate und verringern zugleich die Intensität und
Dauer der Belastung bis hin zu einem trainingsfreien Tag am Tag vor dem
Wettkampf. Bei der Lebensmittelauswahl sollten Sie keine Experimente
machen und auf die gewohnten Kohlenhydrate in Form von Nudeln, Reis und
Co setzen.

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Ihre Ernährung kurz vor dem Start:
- Nehmen Sie ein leichtverdauliches Frühstück zu sich. Es empfiehlt sich, das persönliche Wettkampffrühstück schon im Vorfeld vor einem langen Laufe zu testen. Auf diese Weise können Sie auch die optimale Zeitspanne zwischen Frühstück und Laufbeginn checken. In der Regel sollten ca. 2 Stunden zwischen Frühstück und Start vergehen. Achten Sie auch auf ausreichend Flüssigkeit (Tee, Wasser, Fruchtsaftschorlen, Kaffee nur nach Verträglichkeitstest in Maßen).
- In der letzten Stunde vor dem Start können Sie noch einen kleinen Snack zu sich nehmen: Eine Banane, ein Stück Energieriegel oder auch ein Toast mit etwas Honig bieten sich an.
- Traubenzucker ist vor dem Start tabu.
- Insbesondere an warmen Wettkampftagen sollten Sie auch noch in der letzten Stunde vor dem Start bis zu 400ml Flüssigkeit trinken, z.B. Wasser ohne Kohlensäure, spezielle Sportgetränke oder Fruchtsaftschorlen für zusätzliche Energie.
- Verzichten Sie am Wettkamptag auf Magnesiumtabletten. Diese wirken zum einen dämpfend auf die Leistungsbereitschaft und zum anderen abführend.
Die letzte Mahlzeit vor dem Start: Ein Frühstück ist auch
vor einem Volkslauf eine wichtige Mahlzeit. Es reicht auch ein kleines
Frühstück, z.B. 1 – 2 Scheiben Toast oder ein Brötchen mit etwas
fettarmem Belag. Alternativ können Sich auch eine Banane oder ein
kleines Haferflockenmüsli essen, je nach Geschmack und Verträglichkeit.
Zwischen Frühstück und Start sollten dann ca. 2 Stunden liegen.
Probieren Sie auch hier wieder verschiedene Frühstücksvarianten schon
vor einem intensiveren Trainingslauf aus, um die Verträglichkeit zu
testen. Wichtig ist natürlich auch, dass Sie im Laufe des Morgens bis
zum Start regelmäßig trinken (Tee, Wasser, Fruchtsaftschorlen, Kaffee
nur nach Verträglichkeitstest in Maßen). So sind Sie sowohl mit
Flüssigkeit als auch mit Energie für den Lauf gerüstet.
Ernährung im Wettkampf:
Achten Sie bei Wettkämpfen ab einer Länge von 90 Minuten auch
während des Laufes auf eine ausreichende und regelmäßige
Flüssigkeitsaufnahme. Kohlenhydrate in Gelform – immer in Verbindung
mit Flüssigkeit – oder ein paar Bananenstücke liefern außerdem
wertvolle Energie.
Der Bewag Ernährungsratgeber
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Sie möchten Ihre Leistungsfähigkeit mit einer optimalen
Ausdauersporternährung unterstützen und steigern? Hinterfragen Sie Ihre
Ess- und Trinkgewohnheiten. Der Bewag Ernährungsratgeber „Energie fürs
Laufen“ bieten Ihnen die wichtigsten Grundlagen und jede Menge
praktische Tipps. Entwickelt wurde der Ernährungsratgeber des Berliner
Energiedienstleister Bewag gemeinsam mit dem Medical Team des
real,-BERLIN MARATHON.
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