Fünf Trainingsprinzipien sind die Basis
Beim Laufen muss man keine neue Bewegungsform erlernen – dennoch
sollten vor allem Anfänger nicht unterschätzen, dass es einige Wochen
dauert, bis sich der ganze Körper an die neue Herausforderung gewöhnt.
Herz, Lunge, Stoffwechsel und der gesamte Bewegungsapparat müssen sich
erst anpassen. Auch Ihr innerer Schweinehund wird sich gerade zu Beginn
des Lauftrainings häufiger melden. Überwinden Sie ihn, mit jedem Lauf
wird es Ihnen leichter fallen. Und das wichtigste für alle Beginners:
Laufen Sie anfangs nicht zu schnell und achten Sie auf ausreichend
Regeneration.
Welche Regeln und Trainingsprinzipien Sie als Anfänger und regelmäßige
Läufer darüber hinaus beachten sollten, erfahren Sie hier. Los geht’s…
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Prinzip der Anpassung durch Training
Wer seinen Körper regelmäßig belastet, wird mit der Zeit eine Steigerung seiner persönlichen Leistungsfähigkeit erreichen...
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Prinzip der Belastung und Regeneration
Ein effektives Training besteht aus Phasen der Belastung zur Leistungsentwicklung und Phasen der bewussten Entlastung (Regeneration) zur Stabilisierung der Leistung...
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Prinzip der Trainingshäufigkeit
Für den Trainingserfolg ist die Trainingshäufigkeit, das heißt die Anzahl der Trainingseinheiten pro Woche, von absoluter Bedeutung und auch entscheidender als der Umfang...
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Prinzip der ansteigenden Belastung
Wenn über längere Zeit sehr ähnlich trainiert wird, gewöhnt sich der Körper daran und es erfolgt keine gewünschte Anpassung mehr...
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Prinzip des Leistungszuwachses
Je länger Sie trainieren, desto geringer werden Ihre Fortschritte ausfallen...
1. Gesetz der Anpassung durch Training
Wer seinen Körper regelmäßig belastet, wird mit der Zeit eine Steigerung seiner persönlichen Leistungsfähigkeit erreichen. Dabei kommt es vor allem auf die richtige Intensität und Dosierung der Trainingsreize an. Wenn die Trainingsreize zu gering sind, erfolgt keine gewünschte Anpassung. Zu hohe Reize überfordern den Organismus und können zu Übertraining, Krankheiten oder Verletzungen führen. Je höher das Trainingsniveau ist, umso geringer ist die Bandbreite des trainingswirksamen Reizes. Grundlage für den Trainingserfolg ist das Prinzip der Homöostase sowie das Phänomen der Superkompensation.
Homöostase
Homöostase beschreibt das ständige Bestreben des
Organismus, verschiedene physiologische Funktionen (wie
Körpertemperatur, Pulsschlag, Blutzuckerspiegel u.a.) einander
anzugleichen und diesen Zustand möglichst konstant zu halten. Dadurch
wird die Anpassung an die Umwelt optimiert, der Kräfteaufwand zur
Lebenserhaltung minimiert. Praktisch bedeutet das, dass ein bestimmter
Muskelquerschnitt (Form) oder ein bestimmtes Herzvolumen (Form) eine
bestimmte Kraft- und Ausdauerleistung (Funktion) ermöglichen. Mit der
funktionellen Beanspruchung der Form durch Training verändern sich die
persönlichen funktionellen Möglichkeiten – das heißt, die
Leistungsfähigkeit steigt.
Superkompensation
Während des Trainings erfolgt eine
Ermüdung des Körpers, nach dem Training sinkt unser Leistungsvermögen.
In dieser Phase beginnt der Anstoß zum Neuaufbau, der durch die
Stoffwechselvorgänge erschöpften Energiepotenziale. Unser Körper
regeneriert und stellt seine Funktionsfähigkeit wieder her. Dabei wird
die Funktionsfähigkeit sogar über das Ursprungsniveau hinaus angehoben
und somit ein höheres Leistungsniveau erreicht. Dieses Phänomen der
Superkompensation setzt nicht nach sporadischem oder unsystematischen
Training ein, sondern setzt ein regelmäßiges Training über Monate bzw.
Jahre hinweg voraus.
2. Gesetz der Belastung und Regeneration
Ein effektives Training besteht aus Phasen der
Belastung zur Leistungsentwicklung und Phasen der bewussten Entlastung
(Regeneration) zur Stabilisierung der Leistung. Je nach Intensität und
Umfang des Trainings benötigt der Körper verschieden lange
Regenerationszeiten zur Wiederherstellung seiner Funktion und seiner
Superkompensation. Dabei kommt es auf die richtige Dosierung an, denn
sowohl zu kurze als auch zu lange Regenerationszeiten verhindern eine
kontinuierliche Leistungsentwicklung. Verlassen Sie sich in dieser
Hinsicht ruhig auf Ihr subjektives Gefühl, mit dem werden Sie
weitestgehend richtig liegen.
Die Regenerationszeit ist von folgenden Faktoren abhängig:
- Leistungsstand des Sportler
- Belastungsart (Sport, Disziplin)
- Belastungsintensität, -dauer und -umfang
- Trainingshäufigkeit (in Jahren)
- Lebensführung (Schlaf, Stress, Ernährung)
3. Gesetz der Trainingshäufigkeit
Für den Trainingserfolg ist die Trainingshäufigkeit, das heißt die Anzahl der Trainingseinheiten pro Woche, von absoluter Bedeutung und auch entscheidender als der Umfang. Laufen Sie also lieber einmal mehr, als nur selten und dafür länger. Das heißt jedoch nicht, dass ein Marathonlauf ohne lange Trainingseinheiten absolviert werden kann. Bei diesem Vorhaben kommt es sowohl auf häufige als auch auf lange Einheiten an.
4. Gesetz der ansteigenden Belastung
Wenn über längere Zeit sehr ähnlich trainiert wird, gewöhnt sich der Körper daran und es erfolgt keine gewünschte Anpassung mehr. Der innere Anstrengungsgrad sinkt und unsere Leistungsentwicklung stagniert. Daher ist es wichtig, die äußere Belastung bezüglich Intensität, Dauer und Häufigkeit mit steigendem Leistungsvermögen adäquat anzuheben. Dies gilt vor allem für Anfänger, deren körperliches Niveau sich sehr schnell an die Belastungen anpasst.
Wie häufig sollte die Belastung angehoben werden?
Die Trainingswissenschaft hat in den letzten Jahren gezeigt, dass die
sprunghafte Anhebung der Belastung besonders effektiv ist. Dabei wird
in der Regel im Abstand von vier Wochen (Makrozyklus) ein so genannter
„Schock“ zum bestehenden Leistungsniveau ausgelöst.
5. Gesetz des Leistungszuwachse
Je länger Sie trainieren, desto geringer werden Ihre Fortschritte ausfallen. Die Leistungskurve von Anfängern steigt zu Beginn des Trainings sehr stark. Je höher das Leistungsniveau ist, desto geringer sind die Fortschritte trotz eines wesentlich höheren Aufwandes. Würde unsere Leistungskurve linear verlaufen, müsste der Mensch den Marathon längst unter zwei Stunden laufen. Zugleich müssen auch gut trainierte Sportler zum Erhalt ihrer Leistungsfähigkeit einen adäquaten Aufwand betreiben, um die Anpassung (Homöostase) auf diesem Niveau aufrecht zu erhalten.


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