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Medizin FAQs

Frage: Wann spricht man von einem Sportherz und ist das gefährlich?

Ein Sportherz ist eine durch langjähriges Ausdauertraining bedingte Anpassung des Herzens, welche durch eine Volumenzunahme (physiologische Herzvergrößerung) gekennzeichnet ist. In diesem Anpassungsprozess kommt es sowohl zu einer Verdickung der Herzmuskelwand (Hypertrophie) als auch zu einer Erweiterung der Herzinnenräume (Dilatation). Ein Sportherz hat eine überdurchschnittliche Leistungsfähigkeit (Zunahme des Schlagvolumens, höheres Herzminutenvolumen bei gleicher maximaler Herzfrequenz) und ist deshalb nicht gefährlich. Das Ausmaß der Herzvergrößerung steht dabei in Relation zum Trainingsaufwand. Es handelt sich also um eine normale Trainingsanpassung. Das vergrößerte Herz eines Sportlers ist abzugrenzen von krankhaften Herzvergrößerungen (Hypertrophe Kardiomyopathie). Dabei handelt es sich um eine angeborene krankhafte Verdickung des Herzmuskels. Der Innendurchmesser der Herzkammern wird dadurch kleiner, die Kammerfüllung in der Diastole (Füllungsphase) erschwert, wodurch der Kammerinnendruck am Ende der Füllungsphase erhöht ist. Die Druckerhöhung wird verstärkt, weil gleichzeitig die Struktur des Herzmuskelgewebes im Sinne einer verminderten Dehnbarkeit verändert ist. Diese Veränderungen belasten das Herz.

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Frage: Was bedeutet Fahrtspiel?

Fahrtspiel ist eine ergänzende Trainingsmethode im Ausdauersport. Während einer Trainingseinheit wird in unregelmäßigen Intervallen mit wechselnder Intensität (Tempowechsel) trainiert. Derartige Effekte erreicht man u.a. beim Hügeltraining oder durch unregelmäßig wechselnde Belastung beim Fahrradergometertraining.

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Frage: Was bewirkt das sogenannte Hämoglobin?

Hämoglobin (Hb) ist der sog. rote Blutfarbstoff, der in den roten Blutkörperchen enthalten ist. Eine wichtige Funktion des Hämoglobins ist die Bindung bzw. der Transport von Sauerstoff. In der Lunge erfolgt die Aufnahme des Sauerstoffes unter Bildung von Oxi-Hämoglobin (Anlagerung von einem Molekül O2 an das Eisenatom des Häm), der Transport verläuft durch das Blutgefäßsystem und die Abgabe des Sauerstoffes erfolgt in den Kapillaren der Gewebe durch Dissoziation. Ein reduzierter Hämoglobingehalt bedingt eine eingeschränkte Sauerstofftransportfähigkeit im Blut und somit eine mangelhafte Sauerstoffversorgung der Körperzellen.

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Frage: Was heißt Dauer- und Intervallmethode beim Dauerlaufen?

Dauermethode bedeutet, dass das Lauftraining bei definierter Belastungsintensität (gleiche Laufgeschwindigkeit bzw. gleichbleibende Herzfrequenz) durchgeführt wird. Damit wird vor allem die lokale oder die allgemeine aerobe Ausdauerleistungsfähigkeit trainiert. Beim Intervalltraining erfolgt innerhalb einer Trainingseinheit ein systematischer Wechsel von Phasen intensiverer Belastung (erhöhte Laufgeschwindigkeit) mit Phasen geringerer Belastung (langsames Laufen oder Gehen = aktive Pause, niedrigere Herzfrequenz). Diese Trainingsmethode dient vor allem der Verbesserung der anaeroben Kapazität.

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Frage: Was ist gesünder, Rad fahren oder laufen?

Laufen und Rad fahren sind Ausdauersportarten, die gute Trainingseffekte für das Herz-Kreislaufsystem bewirken und sind aus dieser Sicht gleichermaßen „gesund“. Beim Rad fahren ist die muskuläre Belastung jedoch lokaler begrenzt (Beinmuskulatur). Die Gelenkbelastung für die unteren Extremitäten (Hüfte, Knie) ist jedoch geringer, da das Körpergewicht hauptsächlich auf dem Sattel ruht. Insofern ist bei orthopädischen Erkrankungen (ausgeprägte Gelenkarthrosen) oder Übergewicht Rad fahren günstiger. Beim Laufen ist die muskuläre Beanspruchung weniger lokal. Auf der anderen Seite wirkt eine „Stoßbelastung“ auf Gelenke und Wirbelsäule, bedingt durch die Landung. Dies bedeutet zwar eine erhöhte Beanspruchung der Gewebe, u.a. für Knorpel und Bandscheibe, ist aber deshalb nicht automatisch „schädlich“. Das bradytrophe (schlecht ernährte) Knorpelgewebe benötigt als adäquaten Reiz eine regelmäßige Be- und Entlastung, um sich optimal „ernähren“ zu können. Das Gewebe passt sich dabei an solche Belastung, z.B. durch Erhöhung der Wasserbindung an, und toleriert damit Laufbelastungen problemlos. Bei orthopädischen Vorschädigungen der Gelenke sollte jedoch eine individuelle ärztliche Beratung erfolgen.

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