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Zaituc und Rop siegen in Düsseldorf, Mikitenko und Fitschen holen 10.000-m-Titel

09.05.2006

Luminita Zaituc gewinnt den Düsseldorf Marathon 2006
© Norbert Wilhelmi www.event-buch.de

Zaituc und Rop siegen in Düsseldorf, Mikitenko und Fitschen holen 10.000-m-Titel

Warme und windige Wetterbedingungen ließen die Teilnehmer des Düsseldorf-Marathons am Sonntag leiden. Der Marathon, zugleich Qualifikationsrennen für die Europameisterschaften im August in Göteborg, war ein erneutes Desaster für die deutschen Marathonläufer. Keiner der nationalen Athleten konnte die EM-Norm erreichen. Luminita Zaituc gewann das Rennen in 2:34:54 Stunden. Im vergangenen Jahr konnte sie bereits die Norm von 2:33 Stunden beim real,- BERLIN-MARATHON knacken. Der Kenianer Julius Kiptum Rop gewann das Männerrennen mit 2:15:56. Einen Tag zuvor siegten Irina Mikitenko und Jan Fitschen bei den Deutschen 10.000-m-Meisterschaften in Tübingen.

Seitenstiche und Atemprobleme

In Düsseldorf hatte Luminita Zaituc im zweiten Teil des Rennens massive Probleme. Geplagt von Seitenstichen und Atemproblemen, musste sie sogar teilweise das Rennen für kurze Zeit unterbrechen und Gehpausen einlegen. Trotzdem lief sie weiter und konnte auch noch die bis dahin führende Chinesin Zhang Shujing ein paar Kilometer vor dem Ziel überholen und somit ihren Titel verteidigen. Die Chinesin wurde Zweite mit 2:37:21. Der dritte Platz ging an die Polin Dorota Ustianowska (2:41:07).

Der Hase gewinnt

Bei den Männern ging Julius Kiptum Rop als Hase ins Rennen. Nachdem er seine Aufgabe bei 25 km eigentlich beendet hatte, sich aber noch gut fühlte, rannte er weiter und gewann das Rennen. Der Kenianer lief 2:15:56 und lag  damit mehr als eine Minute vor dem Deutschen Martin Beckmann, der die Norm von 2:14:00 ganz klar verpasste. Beckmann kam in 2:17:00 ins Ziel. Während Carsten Eich seinen Start absagen musste, können auch die  anderen deutschen Kandidaten Göteborg abhaken: Embaye Hedrit und Carsten Schütz kamen nicht ins Ziel. Der Brasilianer Everton Luduvice Morais wurde Dritter in 2:19:12.

Mangelnde Wettkampfqualität

Einen Tag zuvor holten Jan Fitschen und Irina Mikitenko den Deutschen 10.000-m-Titel im Baden-Württembergischen Tübingen. Irina Mikitenko, die von ihrer einjährigen Babypause Anfang des Jahres zurückkam, lief das ganze Rennen über alleine. Die 33-Jährige, die bei den Olympischen Spielen in Athen Siebente im 5.000 m Finale war, überrundete ihre Konkurrentinnen und gewann in 32:30,33 Minuten. Mangelnde Wettkampfqualität ist wahrscheinlich der Grund, warum Irina Mikitenko die Norm für die EM um fünf Sekunden verpasste. Am nächsten Samstag wird sie beim AVON RUNNING Berliner Frauenlauf über die 10 km an den Start gehen. Michaela Schedler wurde Zweite in Tübingen mit 34:10,05 Minuten und Simret Restle Dritte in 34:36,89.

 
Im Männerrennen lief es in Sachen EM-Qualifikation besser. Jan Fitschen gewann den Titel mit neuer persönlicher Bestzeit von 28:19,57 Minuten. Alexander Lubina (28:37,40) und Andre Pollmächer (28:37,95) liefen auf die beiden nachfolgenden Plätze und konnten sich ebenfalls für Göteborg qualifizieren. 


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